11. Mai 2015

Anzeige des Rats der Guten Regierung ´Pfad der Zukunft`, Carcol III, La Garrucha:

Caracol des Widerstand
Hin zu einem neuen Morgen
Rat der Guten Regierung Pfad der Zukunft
La Garrucha, Chiapas,Mexiko
11. Mai 2015
Wir zeigen öffentlich an:

An die allgemeine Öffentlichkeit:

An die alternativen, freien Medien, oder wie auch immer sie sich nennen mögen:

An die Anhänger_innen der Sexta Nacional und Internacional:

An die ehrlichen Organisationen für Menschenrechte:

Brüder und Schwestern in Mexiko und in der ganzen Welt:

Wir machen hiermit entschlossen öffentlich, was uns die paramilitärischen Gruppen aus Rosario – bestehend aus 21 Paramilitärs – und die 28 Paramilitärs des Barrio Chikinival, aus dem Ejido Pojkol im Bezirk Chilón, Chiapas, zufügen.

In Rosario leben unsere Compañeros der Unterstützungsbasis, da es zurückgewonnenes Land ist, zugehörig zum Autonomen Bezirk San Manuel des Caracol III, La Garrucha.
Dort in Rosario leben diese 21 Paramilitärs, unterstützt von den 28 Paramilitärs des Barrio Chikinival, die gemeinsam in unser zurückgewonnenes Land eindringen.

Dieses Problem besteht weiterhin – seit dem August 2014, als sie uns einen Zuchtstier töteten, einige Häuser und unsere kollektive Kooperative zerstörten, unsere Sachen raubten, einen Hektar Weide mit Herbiziden verbrannten, als sie schossen und aus leer geschossenen Patronenhülsen gebildete Zeilen auf der Erde hinterließen: Territorium Pojkol.

WAS GESCHEHEN IST:
Am Morgen des 10. Mai diesen Jahres, um 9:35, kamen 28 Personen des Barrio Chikinival, zugehörig zum Ejido Pojkol, im offiziellen Bezirk Chilón, Mit Auto braucht man 40 Minuten um von dort das Dorf Rosario zu erreichen. Sie kamen auf acht Motorrädern in das zurückgewonnene Dorf ROSARIO, wo die Compas der Unterstützungsbasis leben. Sie kamen an, um uns mit Gewalt unser Land wegzunehmen.

Diese Paramilitärs aus Rosario, begleitet von den Paramilitärs des Barrio Chikinival des Ejido Pojkol, begannen die Orte, wo die Compañeros der Unterstützungsbasis leben, zu vermessen. Während des ganzen Tages waren sie dort am Arbeiten.

Nachmittags, um 15:15, zogen sich einige von der Arbeit zurück, eine andere Gruppe blieb am gleichen Ort zurück, jedoch 5 Minuten später gingen drei von ihnen zum Haus eines Compañeros der Unterstützungsbasis. Die größere Anzahl von ihnen verblieb 30 Meter vom Haus des Compañeros entfernt auf der Straße. Im Haus des Compañeros der Unterstützungsbasis befand sich nur seine dreizehnjährige Tochter, die ihr Zimmer fegte. Ihr Vater war nicht da und ihre Mutter befand sich an einer Seite außerhalb des Hauses. Zwei der paramilitärischen Angreifer gehören zum Barrio Chikinival, Ejido Pojkol, einer kommt aus dem gleichen Ort Rosario, sein Name ANDRES LOPEZ VAZQUEZ. Die zwei aus Chikinival gingen in das Haus hinein, während Andrés, Paramilitär aus Rosario, an der Haustür blieb, Als er sah, dass das Mädchen, die Tochter des Compañeros der Unterstützungsbasis, durch die Tür hinaus-lief, gab ANDRES vier Schüsse aus einer Pistole, Kaliber 22, auf das Mädchen ab. Im Moment der Schüsse kam ihr Vater an und verteidigte seine Tochter, einen Stein auf den Aggressor werfend, der diesen am Kopf traf. Das Mädchen trafen aus Zufall nicht all diese Schüsse.

Der Verletzte (Paramilitär) wurde dann von seinen Genossen, die 30 Meter entfernt waren, weggebracht.

Gestern, am Nachmittag des 11. Mai, kehrte der Verletzte zurück, er und die Angreifer-Familie, d.h., seine Frau und drei Söhne, gingen zum Haus des Compañero, um ihm zu sagen, dass sie die 7.000 Pesos für seine Behandlung zahlen müssten.
Klar wird der Compañero diese nicht bezahlen, weil nicht er das, was geschah, gesucht oder provo-ziert hat.

Am 10. Mai, dem Tag des Geschehens, erreichten um 18:50 auf acht Motorrädern 16 Personen das Dorf Nuevo Paraíso im autonomen Bezirk Francisco Villa. Drei der Leute waren bewaffnet mit zwei Pistolen, Kaliber 22 und einem Gewehr, Kaliber 22. Diese Personen gehören zum Barrio Chikinival, Ejido Pojkol. Sie kamen an, um einen Brief auf die Straße zu werfen, in dem sie die Compañeros der Unterstützungsbasis beschuldigen als Erste diese Probleme provoziert zu haben.

Aber in Wirklichkeit provozieren wir nicht ein einziges Problem, weil wir nach Alternativen auf friedlichem Weg gesucht haben, um diese Angelegenheit zu lösen. Aber sie haben uns nie verstan-den. Wir haben sogar jedem der 21 Personen, die provozieren, einen Hektar Land übergeben, aber trotzdem haben sie uns weiterhin bedroht. Seit Februar bis heute, den 11. Mai, bedrohen uns die von Chikinival aus dem Ejido Pojkol uns tagtäglich. Denn so fordern es die aus Rosario, dass jene aus Pojkol bewaffnet patrouillieren, jeden Tag, immerzu bewaffnet.

Darum widersprechen wir dem, was sie uns zufügen und dessen, wessen sie uns beschuldigen. Es ist klar, wer zuerst provoziert.

Wir haben die Autoritäten des Ejido Pojkol geladen, und sie kamen und sagten, dass sie nichts machen könnten, diese Gruppe des Ejidos bereits nicht anerkannt ist, da sie vollkommene Gauner sind, sie keinen Respekt haben und im Ejido nicht gehorchen. Dass man sie schon der Regierung (in Chiapas) des Manuel Velasco Coello angezeigt habe, der auch nichts macht, weil es ja seine Paramilitärs sind.

Compañeros und Compañeras, Brüder und Schwestern in der ganzen Welt,
Das sind die Strategien, mit denen uns die drei Ebenen der schlechten Regierung (Bundes-, Staats-, Bezirksebene) provozieren, wenn sie Leute benutzen, die unsere gerechte Sache nicht verstehen, damit wir ihnen in ihre Fallen gehen sollen. Aber wir sind uns klar darüber, was diese schlechte Regierung macht, indem sie Organisationen, Leute, die sich kaufen lassen oder verkaufen, organi-siert, ausbildet und finanziert.

Wir, wir sagen diesen Hirnlosen dort oben: Niemals werden wir aufhören, Widerstand zu leisten, noch werden wir ihnen in ihre Fallen gehen. Wir werden hier weiterhin im Widerstand unser Land bearbeiten und unsere Autonomie aufbauen.

Für jedes Geschehen, das folgen mag, machen wir die Bundes-, die Landes- und Bezirksregierungen und die Paramilitärs aus dem Barrio Chikinival im Ejido Pojkol und aus Rosario direkt verantwortlich.

Schwestern und Brüder, wir werden Euch weiterhin informieren, was mit unseren Gemeinden passiert und wir möchten, dass Ihr aufmerksam seid, was weiterhin passiert.

Hochachtungsvoll
Rat der Guten Regierung
Jacobo Silvano Hernández, Lucio Ruiz Pérez

Original: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2015/05/11/denuncia-de-la-jbg-el-camino-del-futuro-caracol-iii-la-garrucha/

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