Die Sexta Bachajón denunziert Enteignung von Ländereien [Juli 2017]

EJIDO SAN SEBASTIÁN BACHAJÓN, ANGEHÖRIGE DER SECHSTEN ERKLÄRUNG AUS DER SELVA LACANDONA, CHIAPAS, MEXIKO. 15. JULI 2017.

An das Geheime Revolutionäre Indigene Komitee – Generalkommandantur der EZLN
An die Räte der Guten Regierung
An den Nationalen Indígena Kongress
An die compañer@s Angehörigen der Sechsten Erklärung aus der Selva Lacandona von Mexiko und der Welt
An die alternativen und Massenmedien
An das Red contra la Represión y por la Solidaridad
An das Movimiento de Justicia por el Barrio Nueva York
An die nationalen und internationalen Menschenrechtsverteidiger*innen
An die Bevölkerung Mexikos und der Welt

Jmololabex ants winiketik icha spatil a wotanik ta pisilik machatik nokol skoltabel te lum kinalik te yuun ta skuenta te nokol spojbel te chopol ajwalil.

Compañeros und compañeras, erhaltet einen kämpferischen Gruß für eure Organisationen und pueblos im Widerstand von den Angehörigen der Sechsten Erklärung des Ejido San Sebastián Bachajón, Chiapas.

Durch diese Mitteilung wollen wir öffentlich die Taten des Ejidokommissars von San Sebastián Bachajón verurteilen. Vor einigen Tagen engagierte der Ejidokommissar Manuel Guzmán Álvaro, mit der Verwendung des alten Planes von 1980, einen neuen Ingenieur damit dieser erneut die Ländereien von San Sebastián bemißt und die Grenzen und Vermessungen, die der Plan von 1980 markiert, bestätigt. Der Teil des Ejido, der an die Wasserfälle von Agua Azul und Grundeigentum des Landkreises von Túmbala, Chiapas, angrenzt, hat eine Gasse, und trotzdem behauptet der Ejidokommissar Manuel Guzmán Álvaro, gemäß der neuen Vermessung, die gemacht wurde, dass das Grundeigentum von San Sebastián Bachajón weiter auf die Seite der Ländereien des Landkreises Túmbala reicht und dringt in einen Teil der Ländereien des Ejido Túmbala, ungefähr drei Hektar, ein, was 15 Familien im Territorium des Ejido San Sebastián Bachajón zurücklässt.

Diese drei Hektar des Landkreises Túmbala, Chiapas, gehören nicht mehr zum Ejido [Anmk.: von San Sebastián Bachajón], aber trotzdem drang der Ejidokommissar in diese ein, gemäß seiner neuen Vermessung von vor einigen Tagen, damit ein Blockhütten-Projekt [Anmk.: etwa Bungalows] auf diesen Ländereien errichtet wird.

Innerhalb dieser Vermessungen gibt es 15 Familien aus Túmbala, Chiapas, welche sich nun auf Grundeigentum von San Sebastián Bachajón befinden. Unter den 15 Familien sind fünf Familien Angehörige der Sexta und Mitglieder des Nationalen Indígena Kongress; Domingo Pérez Gómez, Acario Pérez Gómez, Antonio Pérez Gómez, Pascual Pérez Gómez, Miguel Pérez Álvaro, die anderen 10 Familien gehören nicht der Organisation an. Die compañeros der Sexta leben seit mehr als 40 Jahren auf diesen Ländereien, wo sie schon ihre Kinder geboren und aufgezogen haben, um ihre eigenen Familien zu bilden, und ihre Arbeit auf dem Land haben.

Der Ejidokommissar Manuel Guzmán Álvaro begann die 15 Familien damit einzuschüchtern, ihnen ihre Ländereien weg zunehmen, wo sie an die neue Gasse angrenzen, aber die Familien sagten, dass sie diese Ländereien nicht aufgeben werden, da sie bereits Jahre dort leben und sie ihre einzige Überlebensquelle sind. Trotz alledem bedrohte der Ejidokommissar die Familien, sie von ihren Ländereien zu vertreiben, wenn sie nicht friedlich gehen wollen.

Wie ist es möglich, dass der Ejidokommissar die Familien vertreibt, wenn er doch in seiner Kampagne sagte, dass es sein Vorschlag ist, gegen die Enteignung zu kämpfen und die Mutter Erde gegen die Megaprojekte zu verteidigen, welche die drei Ebenen der Regierung errichten wollen. Was er nun tatsächlich macht, ist die Enteignung der Ländereien der Indígenas, um die Errichtung vermeintlicher Projekte zu befehlen, zu Gunsten der drei Zentren von San Sebastián Bachajón. Den Familien, die ihr Haus und ihr Feld auf diesen Ländereien haben, sagte der Ejidokommissar, gemeinsam mit seinen Mitarbeitern, dass sie ihnen die Felder abschlagen und verbrennen werden, dass sie sich nicht um ihre Anpflanzungen sorgen werden und dass er ihnen Zeit bis Montag den 17. Juli gibt, damit diese Familien ihre Sachen packen und ihre Häuser verlassen und dass, wenn sie es nicht tun, sie auf jeden Fall von ihren Ländereien vertrieben werden, weil ein Projekt an diesem Ort errichtet werden wird.

Die 15 Familien haben drei Hektar Land, was das einzige ist, wo sie ihre Feldarbeit verrichten können damit ihre Familien überleben.

Diese Familien vereinbarten ihre Grundeigentum einzuzäunen, um zu vermeiden, dass der Kommissar seine Autorität missbraucht. Als der Ejidokommissar bemerkte, dass die Ländereien eingezäunt sind, kam er mit dem Aufsichtsrat und seinen Auftraggebern, um die 15 Familien zu belästigen und einzuschüchtern, sie auffordernd den Drahtzaun zu entfernen, weil diese Ländereien für Ökoturismus-Projekte benutzt werden, da sie sich an einer Seite der Wasserfälle von Agua Azul befinden.

Die 15 Familien verteidigen sich gegen die Handlungen des Ejidokommissars Manuel Guzmán Álvaro, da sie schon mehr als 40 Jahre auf diesen Ländereien leben, Ländereien, die ihnen ihre Eltern und Großeltern hinterlassen haben, weshalb sie rechtlich ihnen gehören und sie werden sie trotz der Drohungen des Ejidokommissars nicht aufgeben. Es ist nicht recht, dass der Kommissar so handelt, wie die schlechte Regierung, indem er Personen bedroht, einschüchtert und belästigt, damit sie ihre Ländereien aufgeben. Aber unsere compañeros Angehörige der Sexta, die auf diesen Ländereien wohnen, werden kämpfen um ihre Rechte zu verteidigen und sie werden unsere Solidarität haben; um sie zu unterstützen und nicht zu erlauben, dass der Ejidokommissar sein Amt missbraucht, werden wir aufmerksam sein hinsichtlich jeder Handlung, die der Ejidokommissar Manuel Guzmán Álvaro gegen unsere compañeros der Sexta vollzieht.

Aus der nördlichen Zone des Bundesstaates Chiapas senden wir Frauen und Männer aus San Sebastián Bachajón kämpferische Grüße an alle compañeros und compañeras, Gemeinden und pueblos von Mexiko und der Welt, die sich im Kampf und im Widerstand gegen die schlechten Regierungen befinden.

Nie wieder ein Mexiko ohne uns

Land und Freiheit

Es lebe Zapata!

Immer bis zum Sieg!

Freiheit für die politischen Gefangenen!

Es lebe Juan Vázquez Guzmán, der Kampf von Bachajón geht weiter!

Es lebe Juan Carlos Silvano, der Kampf von Bachajón geht weiter!

Nein zum Raub der indigenen Territorien!

Raus mit der staatlichen Polizei aus unseren indigenen Territorium!

Unmittelbare Präsentation der verschwundenen und ermordeten compañeros des Studienkollegs Raúl Isidro Burgos de Ayotzinapa!

Es lebe der würdige Kampf der compañeros und compañeras Choles des Ejido Tila!

Es lebe der würdige Kampf der compañeros und compañeras aus San Francisco Xochicuautla!

Es leben die pueblos, die für ihre Autonomie und Freiheit kämpfen!

GERECHTIGKEIT FÜR UNSEREN COMPAÑERO JUAN VAZQUEZ GUZMAN, AYOTZINAPA, ACTEAL, ABC, ATENCO!

Quelle: La Sexta Ejido Bachajón (FB)

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