Angriff auf Sexta von Bachajón

Am 10. Dezember 2017 informierten Angehörige der Sexta Bachajón über einen Angriff mit Schusswaffen auf einige compañeros im Ejido San Sebastián Bachajón, Chiapas.

 

Compañeros und compañeras hiermit informieren wir euch über den Angriff mit Feuerwaffen auf unseren compañero angehörigen der Sexta des Ejido Bachajón Felipe Jiménez Moreno in seinem Haus. Er ist schwer verletzt und befindet sich im Krankenhaus in Palenque, Chiapas. Er erhielt vier Schüsse in seinem Körper, gemeinsam mit anderen compañeros, die brutal angegriffen wurden.

Dies hat sich am 9. Dezember etwa gegen 19.30 Uhr zugetragen. Die compañeros wurden mit Schüssen angegriffen, durch Carlos Jiménez Vázquez und seinem Sohn Luis Jiménez Hernández. Compañeros angehörige der Sexta versammelten sich, um das Haus unseres compañero [Felipe Jiménez Moreno] zu schützen, denn nach dem Vorfall schüchterte Carlos Jiménez Vázquez [einer der Angreifer] sie mit einer großkalibrigen Schusswaffe ein. Aber heute Morgen [10. Dezember 2017] kamen zwei Transporter der bundesstaatlichen Polizei, aber nicht, um die Verantwortlichen des Vorfalls festzunehmen, sondern sie setzten Tränengas gegen unsere compañeros, die das Haus beschützen, ein.

Wir machen die Regierung des Bundesstaates für die Aggressionen gegen unsere compañeros verantwortlich. Als Angehörige der Sexta suchen wir keine Provokationen; sie kamen und provozierten und wir können nichts gegen die Verantwortlichen unternehmen, denn sie haben eine Vereinbarung mit der Regierung. Carlos Jiménez Vázquez ist ein Paramilitär, Anhänger der Regierungspartei PRI, im Ejido Bachajón, deshalb wird nichts gegen ihn unternommen, da er Rückendeckung durch die Regierung des Bundesstaates [Partido Verde] hat.

Diese Feidlinge glauben uns mit Kugeln zum Schweigen zu bringen, doch jede Aggression und Bedrohung macht uns stärker.

Wir bitten um eure Unterstützung diese Information zu verbreiten.

Aus der nördlichen Zone des Bundesstaates Chiapas senden wir kämpferische Grüße.

 

Quelle: La Sexta Ejido Bachajón (Facebook)

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Neue Tierra y Libertad erschienen

Ab sofort ist die neue Ausgabe der »Tierra y Libertad« Nr. 78 (Zeitschrift für Solidarität und Rebellion vom Ya-Basta-Netz) erhältlich!

Mit Beiträgen zur Organisierungsoffensive des Nationalen Indígena Kongress (CNI) mit dem Indigenen Regierungsrat (CIG) und seiner Sprecherin Marichuy; Interview mit dem Menschenrechtszentrum ´Digna Ochoa`, das in der von Erdbeben betroffenen Küstenregion von Chiapas arbeitet; dem internationalistischen Bildungsprojekt Balumil, sowie zu Honduras, Kolumbien u.v.m.

 

Bestellungen an: abolandundfreiheit@riseup.net
Homepage Tierra y Libertad

 

Konflikteskalation in Chiapas

Der Konflikt, der zur gewaltsamen Vertreibung von über 5.000 Personen im Hochland von Chiapas geführt hat, besteht schon seit Jahrzehnten.

Seit dem 13. November 2017 wurden mindestens 5.023 Personen aus neun Gemeinden (siehe Liste im Bild oben) durch bewaffnete Gruppierungen im Hochland von Chiapas vertrieben. Bei den Auseinandersetzungen geht es um den Grenzverlauf zwischen den Ortschaften Chenalhó und dem Nachbarbezirk Chalchihuitán. Konflikte um Territorium sind im dichtbesiedelten Hochland von Chiapas die häufigste Ursache für gewaltsame Auseinandersetzungen.

Im Dezember 1997 kam es im Bezirk Chenalhó zum Massaker an den pazifistisch organisierten Las Abejas, wobei 45 Menschen in dem Ort Acteal durch Paramilitärs getötet wurden. Die Verantwortlichen wurden nie zur Rechenschaft gezogen, einige ausführenden Täter nur kurzweilig inhaftiert und die paramilitärischen Strukturen in der Region nie aufgelöst, ebensowenig die Territorialkonflikte.

Menschenrechtsorganisationen sprechen von einer Humanitären Krise und warnen vor einer weiteren Eskalation der Konflikte in der Region.

Weitere Infos:

Artikel (dt.) von Amerika21
Artikel (dt.) von Blickpunkt Lateinamerika

 

Urgent Action – Vertreibung in Chiapas

Vertreibene in den Bergen des Hochlandes von Chiapas

Am 24. und 25. November 2017 kam es zu massiven Vertreibungen in Gemeinden des Landkreises Chalchihuitán – mindestens 5.023 Personen, vorwiegend Frauen und Kinder – und etwa 300 weiteren Personen aus dem Landkreis Chenalhó, im Hochland von Chiapas.

Informationen und Urgent Action des Menschenrechtszentrums Frayba (spanisch)
Bericht von Desinformémonos (spanisch)

¡Zapatismo actuál! – Veranstaltung in Rostock

¡Zapatismo actual! – Die Rebellion der zapatistischen Befreiungsbewegung in Chiapas/Mexiko

Wann: 22. November 2017
Ort: Peter-Weiss-Haus, Doberaner Str. 21, 18057 Rostock

Die Zapatistas sind eine Bewegung von mehrheitlich Indigenen im mexikanischen Bundesstaat Chiapas. Im Januar 1994 wurden sie bekannt durch einen kurzen bewaffneten Aufstand, der sich gegen die jahrhundertealte Unterdrückung richtete und die Verteidigung der Gemeingüter zum Ziel hatte. Seitdem entwickeln sie ein System der Selbstverwaltung, das einen klaren Ansatz von Gleichberechtigung aller mit traditionellen Entscheidungsformen der indigenen Gemeinschaften verbindet. Mit verschiedensten Initiativen haben die Zapatistas in Mexiko wie international Diskussionen und Prozesse angestoßen, die auf eine Demokratisierung der Gesellschaft und die Überwindung des Kapitalismus und des Patriarchats hinwirken.

Für eine aktuelle Einschätzung soll es um folgende Fragen gehen:

  • Wie steht es heute um die emanzipatorischen Autonomieprozesse in den zapatistischen Regionen?
  • Wie ist ihr aktuelles Buch »Das kritische Denken angesichts der kapitalistischen Hydra« zu verstehen?
  • Welche Vorschläge bringen sie ein, um Menschen und Umwelt eine solidarisch-ökologische Perspektive zu bieten?
  • Was hat es mit der Präsidentschaftskandidatin des Indigenen Kongresses CNI auf sich?
  • Wie können die Debatten und Praktiken der Zapatistas die außerparlamentarischen linken Organisationsprozesse in Europ und weltweit inspirieren

Die Referenten sind von der Gruppe B.A.S.T.A. Münster, organisiert im Ya-Basta-Netz und werden die Kämpfe unserer Compas Zapatistas aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.

Veranstaltet von Menschen aus dem Ya-Basta-Netz, unterstützt durch das Eine-Welt-Landesnetzwerk MV e.V. und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern

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´Zapatismus damals und heute` – Veranstaltung in Leipzig

Zapatismus – damals und heute
Zwei Menschenrechtsbeobachter*innen plaudern aus dem Nähkästchen

Wann: 20. November 2017, 18 Uhr
Wo: Simildenstr. 9, Leipzig

1994 traten die Zapatistas mit ihren Forderungen nach „Freiheit,
Demokratie, Gerechtigkeit“ an die Öffentlichkeit. Die damals im Süden
Mexikos erkämpfte Autonomie besteht bis heute. Über die letzten zwei
Jahrzehnte gab es auch immer wieder Solidaritätsbekundungen und
theoretische Bezugnahme auf den Zapatismus aus allen Ecken der Welt.
Was diesen genau ausmacht, ist gar nicht so leicht zu verstehen. Die
Mischung aus indigener Selbstorganisation, Basisdemokratie und
Antikapitalismus lässt sich am besten historisch nachvollziehen.
Die Referent*innen waren Anfang des Jahres als
Menschenrechtsbeobachter*innen in Chiapas und geben einen historischen
Überblick über die Bewegung, aktuelle Entwicklungen und die
Möglichkeiten zu praktischer Unterstützungsarbeit.

Soliparty für Indigenen Regierungsrat und Marichuy — Colectivo Acción Solidaria con México- Austria

El Colectivo Acción Solidaria México-Austria invita a la fiesta Solidaria en apoyo al Concejo Indígena de Gobierno y su vocera Marichuy. Tendremos música en vivo con la banda María Juana Son, el músico Ismar Elmar Rivero y DJ Ignaz and Co. Entrada: Donación voluntaria. lugar: Café Restaurant Derwisch, Lerchenfeldergürtel 29, 1160 Wien fecha: 18 de noviembre, […]

a través de Soliparty en apoyo al CIG y Marichuy – für Indigenen Regierungsrat und Marichuy — Colectivo Acción Solidaria con México- Austria