„Llegó la Hora“ – Indigener Regierungrat

Kommuniqué des Consejo Indígena de Gobierno (CIG, Indigener Regierungsrat) für Mexiko vom 28. Mai 2017, CIDECI-UniTierra, San Christóbal de Las Casas, Chiapas.

DIE STUNDE WAR GEKOMMEN.

An das Volk Mexikos.

An die Völker der Welt.

An die Kommunikationsmedien.

An die Sexta Nacional und Internacional.

Aus der konstituierenden Versammlung des Indigenen Regierungsrates (1), wo wir uns als Pueblos, Comunidades, tribus und naciones (2) des Congreso Nacional Indígena zusammen gefunden haben – als Apache, Amuzgo, Chatino, Chichimeca, Chinanteco, Chol, Chontal de Oaxaca, Chontal de Tabasco, Coca, Cuicateco, Meztizo, Hñähñü, Ñathö, Ñuhhü, Ikoots, Kumiai, Lakota, Mam, Matlazinca, Maya, Mayo, Mazahua, Mazateco, Me`phaa, Mixe, Mixe-Popoluca, Mixteco, Mochó, Nahua oder Mexicano, Nayeri, Popoluca, Purépecha, Q‘ anjob‘ al, Rarámuri, Tének, Tepehua, Tlahuica, Tohono Odham, Tojolabal, Totonaco, Triqui, Tseltal, Tsotsil, Wixárika, Xi‘ iuy, Yaqui, Binniza, Zoque, Akimel O‘ otham, Comkaac – sagen wir der Welt unser dringliches Wort.

DER KRIEG, DEN WIR LEBEN UND DEM WIR UNS ENTGEGENSTELLEN
Wegen der Zuspitzung des kapitalistischen Krieges im gesamten Land gegen jede und jeden befinden wir uns in einem ernsten Moment der Gewalt, der Angst, Trauer und Wut. Wir sehen den Mord an Frauen – weil sie Frauen sind, an Kindern – weil sie Kinder sind;,an Pueblos – weil sie Pueblos sind.

Die politische Klasse beharrte darauf, aus dem Staat ein Unternehmen zu machen, welches das Land, das den Pueblos originarios (3), den bäuerlichen und städtischen Leuten gehört, verkauft, welches die Leute verkauft als wären sie eine Ware, die man als Rohstoff der Drogenkartelle tötet und vergräbt – um sie an die kapitalistischen Unternehmen zu verkaufen, die sie ausbeuten bis sie krank werden oder sterben, um sie in Stücken für den illegalen Organhandel zu verkaufen.

Der Schmerz der Familienangehörigen der Verschwunden gemachten und ihre Entscheidung sie wieder zu finden – trotz dem hartnäckigen Bemühen der Regierungen, diese nicht finden zu lassen – nun, mit ihnen wird auch die Verwesung sichtbar werden, die dieses Land regiert. Weiterlesen

CNI & EZLN verurteilen Gewalt gegen Purépecha in Arantepacua

Gemeinsames Kommuniqué des CNI und der EZLN verurteilt die Repression gegen die Gemeinde Purépecha von Arantepacua, Michoacán.

An die Gemeinde Purépecha von Arantepacua, Michoacán,
An die alternativen Kommunikationsmedien,
An die
pueblos der Welt.

Der Nationale Indígena Kongress, die pueblos, naciones und tribus, die ihn bilden, bekunden ihre Empörung über den feigen Angriff der schlechten Regierung gegen die Gemeinde Purépecha von Arantepacua, Michoacán, am 4. und 5. April diesen Jahres.

Während eine Kommission von comuneros [Personen die Teilhabe am kommunalen Landbesitz ihrer Gemeinde haben] den Dialog mit der schlechten Regierung des Bundesstaates Michoacán in einem Treffen suchten, verriet sie der Gouverneur Silvano Aurelos Conejo. Zuerst versperrte er ihnen den Weg mit Hunderten von Kühen und dutzenden Fahrzeugen als sie Richtung Morelia fuhren, mit dem Ziel Vereinbarungen zu erlangen, die aus der Resolution eines älteren Agrarkonfliktes hervorgegangen sind. Danach, während die Kommission eine Verhandlung mit der Regierung abhielt, als zahlreiche Kontingente der Polizei von Michoacán und der Staatspolizei zusammen mit föderalen Kräften die Gemeinde angriffen, den Terror säend, in die Häuser eindrangen, um die comuneros festzunehmen und wahllos Feuer legten, und drei comuneros von Aratepacua umbrachten:

  • José Carlos Jiménez Crióstomo (25 Jahre)

  • Luis Gustavo Hernández Cuenete (15 Jahre)

  • Francisco Jiménez Alejandre (ungefähr 70 Jahre)

Außerdem gab es eine ungewisse Anzahl an Verletzten, von denen sich zwei in gravierendem Zustand befinden, während 38 comuneros durch die Regierung von Michoacán am 4. April, und weitere 18 am 5. April inhaftiert wurden, indem sie fabrizierter Delikte beschuldigt werden, um die Forderungen ihrer Rechte zu kriminalisieren.

Brüder und Schwestern von Arantepacua, euer Schmerz wegen dem Mord an den compañeros ist auch unserer. Wir kämpfen und haben Gewissheit, dass die Bestrafung der Schuldigen aus der Würde, des Widerstands und der Rebellion unserer pueblos hervorgehen wird. Wahrheit und Gerechtigkeit säen in der Zerstörung, die uns die Mächtigen bringen, ist, was wir als pueblos zu tun wissen.

Die schlechten Regierungen denken, dass sie mit dem Terror, den sie in den indigenen Territorien in Michoacán und in großen Teilen der nationalen Geografie streuen, die pueblos und ihr Wort zum Schweigen bringen werden, aber dies wird nicht geschehen. Das Wort, welches heute die ursprünglichen pueblos kollektiv schreien, entspringt gerade aus der Empörung, der Übersättigung undd er Entscheidung sich nicht töten, ausplündern, spalten oder kaufen zu lassen.

Wir sprechen uns zusammen mit der kommunalen Versammlung von Arantepacua dafür aus:

1. Dass die zunehmende Repression gegen Arantepacua und die Purépechagemeinden der Region unverzüglich aufhören.
2. Die unverzügliche Freiheit der inhaftierten compañeros durch die schlechte Regierung.
3. Gerechtigkeit für die Opfer des feigen Angriffs und Wiedergutmachung aller verursachten Schäden.
4. Bestrafung des Gouverneurs Silvano Aureoles und aller Verantwortlichen, sowohl materiell als auch intellektuell, der begangenen Verbrechen.
5. Dass die Polizei- und Militärkräfte aus Arantepacua abgezogen werden, denn während sie präsent sind, wird die Belästigung gegen die
comuneros nicht aufhören.

Hochachtungsvoll

6. April 2017

Gerechtigkeit für Arantepacua

Gerechtigkeit für das Pueblo Purépecha

Für die vollständige Wiederherstellung unserer Pueblos

Nie wieder ein Mexiko ohne und

Nationaler Indígena Kongress

Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung

Original auf Enlace Zapatista

CNI – Aufruf zur Gründungsversammlung des Indigenen Regierungsrates

NATIONALER INDÍGENA KONGRESS
AUFRUF

In Anbetracht dessen, was der V. Nationale Indígena Kongress (CNI), in seiner zweiten Etappe, die er vom 29.-31. Dezember 2016 und am 1. Januar 2017 durchführte, vereinbart hat:

ERSTENS.– „… einen Indigenen Regierungsrat mit männlichen und weiblichen Repräsentant*innen eines jeden pueblos, tribus und naciones1, die jenen bilden. Und dass dieser Rat beabsichtigt dieses Land zu regieren. Und der als Stimme eine indigene Frau des CNI haben wird, das heißt, die indigenes Blut hat und ihre Kultur kennt. Beziehungsweise, dass er als Sprechein eine indigene Frau des CNI hat, die unabhängige Kandidatin für die Präsidentschaft von Mexiko zu den Wahlen im Jahr 2018 sein wird …“.

ZWEITENS.– „…[Aufrufen] die ursprünglichen pueblos dieses Landes, die Kollektive der Sexta, die Arbeiter*innen, Fronten und Komitees im Kampf auf dem Land und in der Stadt, die studentische, intellektuelle, künstlerische und wissenschaftliche Gemeinschaft, die nicht organisierte Zivilgesellschaft und alle Personen mit gutem Herzen die Reihen zu schließen und in die Offensive zu gehen, um die Macht von Oben zu demontieren und uns wiederherzustellen, nicht nur als pueblos, sondern als Land, von unten und links, um uns in einer einzigen Organisation zu vereinen, in der die Würde unser letztes Wort und unsere erste Aktion sei … um uns zu organisieren und diesen Krieg zu stoppen, um keine Angst zu haben uns zu erbauen und uns zu säen über die Ruinen, die der Kapitalismus hinterlassen hat …“.

DRITTENS.– „[Einberufen] eine Gründungsversammlung des Indigenen Regierungsrates für Mexiko im Mai 2017 … damit die Erde in ihrem Zentren erbebe, um die Angst zu besiegen und zurückzubekommen, was der Menschheit gehört, der Erde und den pueblos, für die Rückgewinnung der eingenommenen oder zerstörten Territorien, für die Rückkehr der Verschwundenen des Landes, für die Freiheit aller politischen Gefangenen, für Wahrheit und Gerechtigkeit für alle Ermordeten, für die Würde auf dem Land und in der Stadt … damit die Würde das Epizentrum einer neuen Welt sei.“

Haben wir vereinbart die Autoritäten, Repräsentanten, Delegierten und Räte, ernannt von den pueblos, tribus, naciones, Stadtvierteln, Gemeinden und indigenen Organisationen die am CNI teilnehmen, AUFZURUFEN zur Feier der:

GRÜNDUNGSVERSAMMLUNG DES INDIGENEN REGIERUNGSRATES FÜR MEXIKO

Der vom 26.-28. Mai dieses Jahres in den Räumlichkeiten des Indigenen Zentrums Integraler Weiterbildung (CIDECI-UNITIERRA) stattfinden wird, in der Stadt San Cristóbal de Las Casas, Chiapas, zapatistisches Territorium, gemäß den folgenden:
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EZLN: Die erste von mehreren – Kommuniqué und Video

Mitteilung der EZLN über den Beginn der Kampagne in Solidarität und zur Unterstützung  der Verfolgten und Diskriminierten dieser Welt.

 

EJÉRCITO ZAPATISTA DE LIBERACIÓN NACIONAL.
MEXIKO.

März 2017.

An die Sexta der Welt.

Compas,

Nun, wir wir Euch gesagt haben, wir werden sehen, auf welche Weise wir Euch unterstützen können, damit Ihr den Widerstand und die Rebellion derjenigen, die verfolgt und durch Mauern abgetrennt werden, unterstützt. Nun, wir sind bereits ein wenig voran gekommen.

Die erste Tonne zapatistischen Kaffees für die Kampagne »Gegen die Mauern des Kapitals: Widerstand, Rebellion, Solidarität und Unterstützung von unten und links« steht bereit.

Der Kaffee ist 100% Zapatista: Angebaut durch zapatistische Händen auf zapatistischem Land; von Zapatistas geerntet; unter der zapatistischen Sonne getrocknet; gemahlen durch zapatistische Maschinerie; die zapatistische Kaffee-Mühle ging durch Zapatista kaputt und wurde von Zapatistas repariert (es war ein nicht-zapatistisches Geschicklichkeitsspiel); dann durch Zapatistas verpackt, von Zapatistas etikettiert und von Zapatistas transportiert.

Die erste Tonne Kaffee wurde durch die Teilnahme der fünf Caracoles mit ihren Räten der Guten Regierung, ihren autonomen zapatistischen Landkreisen (MAREZ) und den Kollektiven der Gemeinden erlangt, und befindet sich jetzt bereits im CIDECI-UniTierra in San Cristóbal de Las Casas, in Chiapas, rebellisches Mexiko.

Dieser zapatistische Kaffee ist wohlschmeckender, wenn er kämpfend genossen wird.
Hier ein kleines Video der Tercios Compas, in dem der Ablauf – von der Kaffee-Plantage bis zur Lagerung – zu sehen ist.

Wir sind auch dabei, die Arbeiten, mit denen die Zapatistinnen und Zapatisten beim vergangenen CompArte teilgenommen haben, zu klassifizieren und zu verpacken. Dieselben werden wir Euch ebenfalls schicken, um so Eure Aktionen zu unterstützen.

Wir hoffen, sie beim Treffen im April übergeben zu können, damit sich all dies in die verschiedenen Winkel der Welt hin bewegt, dorthin, wo es Sexta – das heißt: Widerstand und Rebellion – gibt.

Wir hoffen, mit dieser ersten Unterstützung könnt Ihr Eure Unterstützungsarbeit für die Verfolgten und Diskriminierten der Welt, beginnen oder fortsetzen.

Vielleicht fragt Ihr Euch, wie das alles bis hin zu euren Winkeln gelangen wird. Nun, in der gleichen Form, wie es produziert wurde – das meint: sich organisierend.

Heißt auch: Es wird gebeten, sich nicht nur für das zu organisieren, sondern auch und vor allem für Unterstützungsaktionen all dieser Leute, die heutzutage wegen einer Hautfarbe, einer Kultur, eines Glaubens, einer Herkunft, einer Geschichte, eines Lebens verfolgt werden.

Und das ist für jetzt nicht alles. Erinnert euch immer daran: Es muss Widerstand geleistet, rebelliert, gekämpft und sich organisiert werden.

Ah, und wir fragen, wie wird das gesagt – das, was wir sagen wollen – jedoch auf eine Art, die zu verstehen gibt:

Fuck Trump!

(und all die Anderen auch – das heißt: die Peña Nietos, Macris, Temers, Rajoys, Putins, Merkels, Mays, Le Pens, Berlusconis, Jinpings, Netanyahus, Al-Assads –
und hier könnt Ihr hinzufügen, wie die Mauer heißt oder heißen wird,
die nieder zu reißen ist – so dass alle Mauern diese Botschaft erhalten.)

(Das heißt: Das hier ist die erste Tonne von mehreren – und die erste Schimpfkanonade von mehreren, die folgen werden – und sie ist nicht aus Zucker. (1))

Aus den Bergen des Südosten Mexikos.

Subcomandante Insurgente Moisés. Subcomandante Insurgente Galeano.

Mexiko, März 2017.

Dem Kommuniqué beigefügt, ist das Video der Tercios Compas; mit dem Lied »Somos sur/ Wir sind Süden«; Text und Musik: Ana Tijoux; begleitet von Shadia Mansour.

 

Anmerkung des_der Übersetzer_in:

(1) im Original: »mentada que no son de menta«; Wort-Spielerei aus: »mentada«: Beleidigung, »mentado«: berühmt; »menta«: Minze.

Original auf Enlace Zapatista

Mitteilung des Nationalen Indígena Kongress

Kommuniqué des Nationalen Indigenen Kongresses vom 9. März 2017

Kommuniqué des Nationalen Indigenen Kongresses

9. März 2017

An die nationale und internationale Sexta
An die freien Kommunikationsmedien
An die Zivilgesellschaft

Compañeros, Compañeras, während sich unsere Völker – jedes auf seine eigene Art und Weise – organisieren, analysieren und kollektive Beschlüsse zur Bildung des Indigenen Regierungsrates fassen, nimmt der Krieg gegen unsere Völker kein Ende, Beraubung und Unterdrückung durch die drei Ebenen der schlechten Regierung gegen unsere Mutter Erde, unsere Voelker und unsere autonomen Organisationen gehen weiter.

Im Bundesland Oaxaca

Wir klagen an und verurteilen voller Empörung die Vorfälle in der Gemeinde San Francisco del Mar, Region Istmo de Tehuantepec, Oaxaca. Es kam zu Gewalttätigkeiten, sogar Feuerwaffen wurden eingesetzt, um das Windenergieprojekt durchzudrücken, welches einen großen Teil der von dieser Comunidad gemeinschaftlich genützten Gründe enteignen würde und was dieses reiche und komplizierte Ökosystem schwer in Mitleidenschaft ziehen würde.

Die Vorfälle ereigneten sich während der Versammlung der Gemeinwohl-Kommission in San Francisco del Mar, die einberufen wurde, um die Bewilligung zur Nutzung von mehr als 15.000 Hektar für Shrimpszucht-Projekte des Pueblo Viejo in der Zone die Bocabarra heißt zu behandeln. Diverse Redner drückten ihre Ablehnung gegen die Vergabe des Bodens aus, bewiesen, dass es sich in Wirklichkeit um Windenergieprojekte handelt, es wurde erwähnt, dass Bocabarra ein lebenswichtiger Ort für Tausende von Fischern ist und wenn das Projekt bewilligt würde, so würde ihnen ihre Einkommensquelle genommen, außerdem, eine so wichtige Entscheidung bedarf der Teilnahme und Entscheidung der gesamten Bevölkerung. Weiterlesen

´Was folgt II: Das Dringende und das Wichtige` – Sup Galeano

Worte des Subcomandante Galeano während des Wissenschaftskongress ´Die Zapatistas und die ConCiencias für die Menschheit`, in CIDECI-Unitierra, San Cristóbal de Las Casas, Chiapas.

 

Was folgt II. Das Dringende und das Wichtige

3. Jänner 2017

Ich habe Ihnen zugehört. Manchmal wenn ich hier bei Ihnen bin, manchmal im stream des Cideci, manchmal durch Ihre zapatistischen Schülerinnen und Schüler.

Immer versuche ich den Sinn Ihrer Ausführungen zu kapieren, den Verlauf und die Richtung Ihres Wortes. Wir haben brillante Vorträge gehört, einige didaktisch, andere kompliziert, die meisten polemisch, aber über die man debattieren kann. Wir meinen, dass Sie das unter sich machen müssen. Für diese Diskussion wäre vielleicht hilfreich, die Verwirrung aufzuklären, die zwischen Wissenschaft und Technologie besteht.

Abgesehen davon sind wir genau so erstaunt wie Sie. Das Interesse an der Wissenschaft ist nichts, das angeordnet oder auferlegt wurde, das entstand aus sich heraus.

Als vor 23 Jahren der Feminismus von uns verlangte, dass wir die Befreiung der Frauen anordnen müssen, sagten wir, dass man das nicht anordnen kann, sondern das von den Compañeras selbst kommt. Die Freiheit wird nicht angeordnet, sie wird erobert. Was die Compañeras zwei Jahrzehnte später erreicht haben, würde die beschämen, die sich seinerzeit als die Avantgarde des Feminismus bezeichneten.

Jetzt ist es ebenso. Die Wissenschaft wird nicht aufgenötigt. Es ist ein Produkt des Prozesses des Volkes, wie das der Subcomante Insurgente Moises bereits erklärt hat.

Wie ich Ihnen bereits sagte, erschienen uns die meisten Ihrer Beiträge gut. Aber nun, was einige, wenige, darlegten, hm, ich weiß nicht, wie ich Ihnen das erklären soll.

Bei einigen wunderte ich mich, ich hörte aufmerksam zu und wartete nur darauf, dass man uns zu einem bestimmten Moment sagen würde: “alles was ich gesagt habe ist ein Betrug und ich sagte es Ihnen deshalb, damit Sie sehen, was die Pseudo-Wissenschaft ist und damit Sie nicht an den Grundsatz glauben, dass nur deshalb, weil jemand studiert hat, das was er sagt, wissenschaftlich ist”. Aber nein, es ging bis zum Schluss so weiter. Weiterlesen

´Was folgt I: Früher und Jetzt` – Sub Moy

Worte des Subcomandante Moisés während des Wissenschaftskongress ´Die Zapatistas und die ConCiencias für die Menschheit`, in CIDECI-Unitierra, San Cristóbal de Las Casas, Chiapas.

 

Was folgt I: Früher und Jetzt

Subcomandante Insurgente Moisés

3. Januar 2017

Guten Abend Ihnen allen. Wir wollen Ihnen nur sagen, dass dies dauern wird, so nutzen sie die Gelegenheit um zu schlafen oder zu gehen.

Zuerst, wie die compañera sagte, die hier vom Alten Antonio gesprochen hat, wie der Name schon sagt, Alter Antonio. Das heißt diese Zeit ist vorüber. Es gibt Dinge, die womöglich daraus gerettet werden können, aber nun haben sich die Zeiten geändert.

Wir, die Zapatistas, wollen Ihnen erzählen, dass wir ehrlich, wirklich, lernen wollen, was wahre Wissenschaft ist, nicht jenes, was bereits der Alte Antonio tat, was zu jener Zeit nützlich war, in der Vergangenheit, doch jetzt ist es anders, denn das Leben ist anders. Deshalb wollen wir Ihnen erzählen, über die compañeras und compañeros der Kommission der Delegierten, mit was sie im Laufe der Zeit ihres Kampfes des Widerstandes konfrontiert wurden, und obwohl sie wie ihre Väter und Mütter leben wollten, es nicht konnten. Zum Beispiel, in der Selva Lacandona, wenn der Mais gesät wird, wußte man, dass es in 3 Monaten schon Maiskolben gibt, doch nun stellt sich heraus, dass es vorher schon Maiskolben gibt. In den Altos [Hochland von Chiapas], in Oventik, wusste man, dass es innerhalb von 6 Monaten Maiskolben geben wird, und nun gibt es nach 5 Monaten schon Maiskolben. Das macht es schwierig für sie, denn früher wussten sie genau, wann gesät werden musste. Sie wussten, wann man beginnen musste, nach der alten Methode, wie es der Alte Antonio gemacht hat, aber jetzt hat es sich geändert. Wie hat es sich geändert, und wer hat es geändert? Daher kommt ihr Interesse. Und so wie in allem, erfinden wir nichts, wie schon der Sup Galeano dieser Tage sagte, denn der Alte Antonio wusste, dass wenn die Zeit der Kälte ist, man sein Feuerholz sucht, seine Kohle, dass man vorbereitet ist, nun ist es nicht mehr so.

Da haben wir nachgedacht, wer uns es erklären kann, und da haben wir gehört, dass es Wissenschaftler, Wissenschaftlerinnen gibt, und wir haben uns gefragt, welche Arbeit sie machen, ob sie uns helfen können? Denn man sagt, dass es jene sind, die studieren, um erklären zu können, um es verstehen zu können, und danach erklären können, ob man etwas tun kann und was es ist, was getan werden kann. Diese Dinge brauchen unsere compañeros und compañeras, denn während ihrer autonomen Regierung von 23 Jahren ergaben sich viele Notwendigkeiten, andere Bedürfnisse, die man nicht mehr so lösen kann, wie es der Alte Antonia getan hat, der sich wiedersetzte und überlebte, doch heute funktioniert das nicht mehr. Die compañeros und compañeras erbauen etwas und praktizieren es. Und wenn sie es in die Praxis umsetzen, beginnen sie herauszufinden, was ihnen fehlt.

Zum Beispiel, nur damit Sie mich verstehen, was ich Ihnen erzähle, keine der compañeras der Unterstützungbasen, die vor 33 Jahren dem Kampf beigetreten sind, hätte sich träumen lassen, dass ihre Tochter oder ihr Sohn einen Ultraschall bedienen würde. Die Sache ist nun, dass ihre Tochter ihn bedient, da es viele compañeras sind, vor allem sind es compañeras, weil sie sehen wollen, wie es dem Baby geht während es wächst, deshalb sind es vor allem compañeras.
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