Bildungsprojekt „Balumil“ beginnt

YA’YUN TA YAN BALUMIL – SER INTERNACIONALISTA –
ICH BIN INTERNATIONALIST*IN

Das colectivo gata-gata startet das Bildungsprojekt „Balumil“ mit einer Bildunsgreise nach Chiapas vom 6. September bis 8. Oktober 2017.

Vom 26.-28. Mai 2017 und 21.-23. Juli 2017 finden die Wochenend-Vorbereitungsseminare statt, um an der Bildungsreise teilnehmen zu können.

Bei Fragen und Interesse an der Teilnahme, schreibt an balumil[at]gmx.com.
>> Flyer

Das Projekt „Balumil“ möchte die Organisierung der Zapatistas im Widerstand erfahrbar machen und zum Aufbau eines konkreten Internationalismus zwischen Hier und Dort, Dort und Hier beitragen.

Es wurde bereits viel über die Zapatistas geschrieben. Doch einiges des zapatistischen Widerstands wird erst verständlicher, wenn mensch selber einmal dort war und ihn erfahren und fühlen konnte. Aus diesem Grund organisieren wir als colectivo gata-gata das Projekt „Ja‘un ta yan balumil1 – Ser internacionalista“, kurz: „Balumil“.

Was wollen wir? Gemeinsames voneinander lernen.
Durch einen dreiwöchigen Aufenthalt an der autonomen zapatistischen Sprachschule im Caracol von Oventik, in den Altos de Chiapas, möchten wir einen direkten Austausch mit den Zapatistas stärken und ihre autonomen Organisierungsformen konkret erfahrbar machen. Nach zwei Vorbereitungsseminaren in Deutschland werden die Teilnehmenden an einem Spanisch- oder Tsotsil2-Sprachkurs vor Ort teilnehmen, lernen die zapatistische Autonomie in ihren Strukturen kennen und beteiligen sich an praktischen Kollektiv-Arbeiten und gemeinsamer Diskussion und Studium libertärer Texte. Zurück in Deutschland soll – neben dem öffentlich gemachten Weitertragen des Erlebten und Erfahrenen in Veranstaltungen und Info-Karawanen – in einem kollektiven Reflexionsprozess nach Verbindungspunkten im Hier und Jetzt, Dort und Hier gesucht werden. Konkret kann sich dies bspw. auf den Autonomie-Gedanken der Zapatistas beziehen und der Frage nachgehen, ob und wie Kollektivbetriebe und Kommunen ein möglicher Anknüpfungspunkt sein können. Neben der theoretischen Auseinandersetzung wird auch dieser Teil des Projekts ganz praktisch gestaltet werden, bspw. dadurch, bestehende Kollektivbetriebe und Kommunen zu besuchen, mit diesen in Austausch zu treten und mitzuarbeiten. Je nach den Wünschen und der Initiative der Teilnehmenden sind auch andere Dinge vorstellbar. Generell sind hier der Fantasie und dem Ideenreichtum der Teilnehmenden keine Grenzen gesetzt – außer die der praktischen Realisierbarkeit.

Und was haben die Zapatistas davon?
Dass das Projekt nicht nur einen „Nutzen“ für die Teilnehmenden aus dem deutschsprachigen Raum haben soll, sondern auf Gegenseitigkeit beruht, gehört zu unserem Selbstverständnis. Es ist auf Wunsch und in Absprache mit den zapatistischen Bildungspromotor*innen im Caracol Oventik entstanden und von diesen gewollt. Neben der direkten finanziellen Unterstützung ihrer autonomen Struktur durch die Sprachkursgebühren geht es um einen gegenseitigen Austausch mit den Zapatistas; das heißt auch Einblick geben in unsere tatsächliche oder gewünschte Organisierung, unsere Widerstände und Alltagskämpfe. Konkret: Jede*r Teilnehmer*in wird in der ihr*ihm gemäßen Form – ob Bilder, Lieder, Texte, Filmchen etc. – etwas Informatives nach Chiapas mitbringen.

Wann soll es losgehen und wer kann teilnehmen?
Der erste Aufenthalt in Oventik, Chiapas soll im September/Oktober 2017 stattfinden, mit den Vorbereitungsseminaren im Mai und Juli 2017. Ein zweiter Durchgang ist für Oktober/November 2017 geplant. Am Projekt teilnehmen können alle mit Interesse an und/oder Erfahrung in praktischem Internationalismus und/oder alternativen, kollektiven Strukturen. Ganz bewusst möchten wir, dass jüngere wie ältere Menschen teilnehmen und individuelle ökonomische Ressourcen kein Ausschlusskriterium darstellen müssen. Wir werden versuchen, in einem kollektiven Prozess nach gemeinsamen Finanzierungsmöglichkeiten für alle zu suchen.


  1. Tsotsil: „Ich bin von einer anderen Welt“, übersetzt: „Ich bin Internationalist*in
  2. eine der Maya-Sprachen

Weitere Infos und den Ablauf findet ihr auf der Homepage von BALUMIL

Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas

CAREA e.V. führt zweimal jährlich Vorbereitungsseminare für den Einsatz als Menschenrechtsbeobachter*in in Chiapas/Mexiko durch. Das nächste Seminar findet vom 18.05. bis 21.05. und vom 22.06. bis 25.06. 2017 in der Nähe von Kassel statt. Im November/Dezember wird es ein weiteres Seminar geben – auch zur Vorbereitung auf die internationale Begleitarbeit in Guatemala.

Die von CAREA e.V. vorbereiteten Freiwilligen erhalten ein Unterstützungsschreiben, das sie gegenüber unserer mexikanischen Partnerorganisation legitimiert. In Chiapas entsendet das Menschenrechtszentrum FrayBa internationale Freiwillige auf Anfrage lokaler Gemeinden für zweiwöchige Aufenthalte in zivile Friedenscamps in indigene Gemeinden.

Die von CAREA e.V. entsandten Freiwilligen sind Zeug*innen in den Konfliktregionen. Sie dokumentieren die Situation (allgemeine Entwicklung, Menschenrechtsverletzungen, Übergriffe, Truppenbewegungen) in den Gemeinden und begleiten bedrohte Personen. Sie gewährleisten den Informationsfluss mit unseren Partnerorganisationen, den Gemeinden vor Ort und CAREA e.V. in Deutschland.

Voraussetzungen für den Einsatz in Chiapas sind neben der Teilnahme am zweiteiligen Vorbereitungsseminar u.a. gute Spanischkenntnisse, Teamfähigkeit, physische und psychische Belastbarkeit, ein Mindestalter von 21 Jahren sowie die Eigenfinanzierung des Aufenthaltes.

Das inhaltliche Programm der Vorbereitungsseminare:
In Vorträgen, Arbeitsgruppen und Rollenspielen werden grundlegende Kenntnisse vermittelt wie Geschichte und Politik Mexikos, Menschenrechte, aktuelle Situation in Chiapas, Aufgaben von Beobachter*innen, Verhalten in Konfliktsituationen etc.
Gemeinsame Pausen und Abendaktivitäten geben die Möglichkeit, sich gemeinsam auszutauschen.
Auch Menschen die sich noch nicht sicher sind, ob sie als Beobachter*in nach Chiapas gehen wollen sind auf dem Seminar willkommen!

Seminarkosten: 140€ (inklusive Unterkunft und Verpflegung) zzgl. Fahrtkosten zum Seminarort und 10€ für den Chiapas-Reader (bestellbar im CAREA-Büro).

Anmeldeschluss ist der 8. Mai 2017 (Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.)

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage von CAREA e.V. oder über das Büro:
Tel: 030/ 42805666; Mail: info@carea-menschenrechte.de

Politischer Gefangener der Sexta Bachajón in Freiheit

EJIDO SAN SEBASTIÁN BACHAJÓN ANHÄNGER*INNEN DER SECHSTEN DEKLARATION AUS DER SELVA LACANDONA. CHIAPAS, MEXIKO. 8. MÄRZ 2017.

An das Geheime Revolutionäre Indigene Komitee – Generalkommandantur der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung.
An die Räre der Guten Regierung.
An den Nationalen Indígena Kongress.
An die compañer@s Anhänger*innen der Sechsten Deklaration aus der Selva Lacandona in Mexiko und der Welt.
An die kommerziellen und alternativen Kommunikationsmedien.
An das Red contra la Represión y por la Solidaridad.
An das Movimiento de Justicia por el Barrio de Nueva York.
An die nationalen und internationalen Menschenrechtsverteidiger*innen.
An das Volk von Mexiko und der Welt.

Jmololabex ants winiketik icha spatil a wotanik ta pisilik machatik nokol skoltabel te lum kinalik te yuun ta skuenta te nokol spojbel te chopol ajwalil.

Compañeros und compañeras, empfangt unseren kämpferischen Gruß der Anhänger*innen der Sechsten Deklaration des Ejido San Sebastián Bachajón, Chiapas.

Durch diese Mitteilung informieren wir Sie über die Freilassung unseres compañero Emilio Jiménez Gómez, Anhänger der Sexta, am 16. März dieses Jahres. Er war Gefangener in Playas de Catazaja, Chiapas (CERSS #17) und ist nun wieder bei uns und seiner Familie, dessen Menschenrechte verletzt wurden und nachdem er viele Jahre inhaftiert war, entführt durch die schlechte Regierung, innerhalb einer Mauer.

Unsere Stimmen forderten seine Freiheit sowie die Stimmen anderer Organisationen, welche sich beteiligten, unterstützten, glaubten und mit uns kämpften, um die Welt und die Zukunft unserer Kinder zu verändern.

Wir leisten Widerstand und kämpfen gemeinsam, um zu sagen ´Es reicht!`, um zu zeige, dass wir keine Komplizen eines Systems sind, das die Armen einsperrt, in dem wir angegriffen werden weil wir unsere Stimme erheben, ins Gefängnis gesteckt werden, weil wir nicht Teil eines korrupten Geschäfts sein wollen, das unsere Ländereien an private Unternehmen verkauft, damit sie reich werden. Deshalb errichten wir unsere Autonomie. Solidarisiert euch mit dem Weg des Kampfes, damit uns niemand verurteilt und niemand verurteilt wird, immer eine Zukunft in Freiheit suchend.

Wir werden weiter kämpfen und wir sagen dieser kapitalistischen repressiven Regierung, dass wir keine Angst haben, dass wir nie unser Haupt beugen werden, dass wir nie schweigen werden, weder heute noch morgen werden wir aufhören Freiheit für unsere compañeros zu fordern, die noch inhaftiert sind: Esteban Gómez Jiménez, Gefangener in San Cristóbal de las Casas, Chiapas, (CERSS #5), und Santiago Moreno Pérez, Gefangener in Playas de Catazaja, Chiapas (CERSS #17), welche willkürlich verhaftet wurden, weil sie unsere natürlichen Ressourcen verteidigt haben, weil sie sich verpflichtet haben gegen die schlechten Aktivitäten der schlechten Regierung zu kämpfen. Dies war das Delikt, welches sie begangen haben, ihre Stimme zu erheben und das Leben und das Territorium zu verteidigen.

Wir werden unseren Kampf aufrechterhalten, wir werden nicht aufgeben, denn der Weg zur Gerechtigkeit für das Volk ist lang und heute mehr denn je, müssen wir unsere Solidarität und unsere Kämpfe verstärken.

Aus der nördlichen Zone des Bundesstaates Chiapas schicken die Frauen und Männer von San Sebastián Bachajón kämpferische Grüße an alle compañeros und compañeras, Gemeinden und Völker Mexikos und der Welt, die im Kampf und Widerstand gegen die schlechten Regierenden sind.

Nie wieder ein Mexiko ohne uns

Land und Freiheit

Es lebe Zapata!

Immer bis zum Sieg!

Freiheit für politische Gefangene!

Es lebe Juan Vázquez Guzmán, der Kampf von Bachajón geht weiter!

Es lebe Juan Carlos Gómez Silvano, der Kampf von Bachajón geht weiter!

Nein zum Raub der indigenen Territorien!

Raus mit der staatlichen Polizei aus unseren indigenen Territorium!

Unmittelbare Präsentation der verschwunden und ermordeten compañeros des Studienkollegs Raíl Isidro Burgos de Ayotzinapa!

Es lebe der würdige Kampf der compañeros und compañeras Choles des Ejido Tila!

Es lebe der würdige Kampf der compañeros und compañeras von San Francisco Xochicuautla!

Es leben die Völker die für ihre Autonomie und Freiheit kämpfen!

GERECHTIGKEIT FÜR UNSEREN COMPAÑERO JUAN VÁZQUEZ GUZMÁN, AYOTZINAPA, ACTEAL, ABC, ATENCO!

 

Original auf Viva Bachajón

Libre uno de tres ejidatarios, que luchan contra el despojo en Cascadas de Agua Azul, Bachajón, Chiapas

Kommuniqué der Sexta des Ejido San Sebastián Bachajón zur Freilassung des politischen Gefangenen Emilio Jiménez Gómez aus San Sebastián Bachajón, Chiapas.

¡Juan Vázquez Guzmán Vive! ¡La Lucha de Bachajón Sigue!

PARA LAS ÚLTIMAS NOTICIAS VER PAGINA: https://vivabachajon.wordpress.com/ultimas-noticias-2/

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Libre uno de tres ejidatarios, que luchan contra el despojo en Cascadas de Agua Azul, Bachajón, Chiapas

bach

EN EJIDO SAN SEBASTIAN BACHAJON ADERENTES A LA SEXTA DECLARACION DE LA SELVA LACANDONA. CHIAPAS, MEXICO. A 18 MARZO 2016.

A la Comandancia General Comité Clandestino Revolucionario Indígena del Ejército Zapatista de Liberación Nacional.

A las Juntas de Buen Gobierno

Al Congreso Nacional Indígena

A l@s compañer@s adherentes a la Sexta Declaración de la Selva Lacandona de México y el Mundo

A los medios de comunicación masivos e alternativos

A la Red contra la Represión y por la Solidaridad

Al Movimiento de Justicia por el Barrio de Nueva York

A los defensores de derechos humanos nacional e internacional

Al pueblo de México y el mundo

Jmololabex ants winiketik icha spatil a wotanik ta pisilik machatik nokol skoltabel te lum kinalik te yuun ta…

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EZLN: Die erste von mehreren – Kommuniqué und Video

Mitteilung der EZLN über den Beginn der Kampagne in Solidarität und zur Unterstützung  der Verfolgten und Diskriminierten dieser Welt.

 

EJÉRCITO ZAPATISTA DE LIBERACIÓN NACIONAL.
MEXIKO.

März 2017.

An die Sexta der Welt.

Compas,

Nun, wir wir Euch gesagt haben, wir werden sehen, auf welche Weise wir Euch unterstützen können, damit Ihr den Widerstand und die Rebellion derjenigen, die verfolgt und durch Mauern abgetrennt werden, unterstützt. Nun, wir sind bereits ein wenig voran gekommen.

Die erste Tonne zapatistischen Kaffees für die Kampagne »Gegen die Mauern des Kapitals: Widerstand, Rebellion, Solidarität und Unterstützung von unten und links« steht bereit.

Der Kaffee ist 100% Zapatista: Angebaut durch zapatistische Händen auf zapatistischem Land; von Zapatistas geerntet; unter der zapatistischen Sonne getrocknet; gemahlen durch zapatistische Maschinerie; die zapatistische Kaffee-Mühle ging durch Zapatista kaputt und wurde von Zapatistas repariert (es war ein nicht-zapatistisches Geschicklichkeitsspiel); dann durch Zapatistas verpackt, von Zapatistas etikettiert und von Zapatistas transportiert.

Die erste Tonne Kaffee wurde durch die Teilnahme der fünf Caracoles mit ihren Räten der Guten Regierung, ihren autonomen zapatistischen Landkreisen (MAREZ) und den Kollektiven der Gemeinden erlangt, und befindet sich jetzt bereits im CIDECI-UniTierra in San Cristóbal de Las Casas, in Chiapas, rebellisches Mexiko.

Dieser zapatistische Kaffee ist wohlschmeckender, wenn er kämpfend genossen wird.
Hier ein kleines Video der Tercios Compas, in dem der Ablauf – von der Kaffee-Plantage bis zur Lagerung – zu sehen ist.

Wir sind auch dabei, die Arbeiten, mit denen die Zapatistinnen und Zapatisten beim vergangenen CompArte teilgenommen haben, zu klassifizieren und zu verpacken. Dieselben werden wir Euch ebenfalls schicken, um so Eure Aktionen zu unterstützen.

Wir hoffen, sie beim Treffen im April übergeben zu können, damit sich all dies in die verschiedenen Winkel der Welt hin bewegt, dorthin, wo es Sexta – das heißt: Widerstand und Rebellion – gibt.

Wir hoffen, mit dieser ersten Unterstützung könnt Ihr Eure Unterstützungsarbeit für die Verfolgten und Diskriminierten der Welt, beginnen oder fortsetzen.

Vielleicht fragt Ihr Euch, wie das alles bis hin zu euren Winkeln gelangen wird. Nun, in der gleichen Form, wie es produziert wurde – das meint: sich organisierend.

Heißt auch: Es wird gebeten, sich nicht nur für das zu organisieren, sondern auch und vor allem für Unterstützungsaktionen all dieser Leute, die heutzutage wegen einer Hautfarbe, einer Kultur, eines Glaubens, einer Herkunft, einer Geschichte, eines Lebens verfolgt werden.

Und das ist für jetzt nicht alles. Erinnert euch immer daran: Es muss Widerstand geleistet, rebelliert, gekämpft und sich organisiert werden.

Ah, und wir fragen, wie wird das gesagt – das, was wir sagen wollen – jedoch auf eine Art, die zu verstehen gibt:

Fuck Trump!

(und all die Anderen auch – das heißt: die Peña Nietos, Macris, Temers, Rajoys, Putins, Merkels, Mays, Le Pens, Berlusconis, Jinpings, Netanyahus, Al-Assads –
und hier könnt Ihr hinzufügen, wie die Mauer heißt oder heißen wird,
die nieder zu reißen ist – so dass alle Mauern diese Botschaft erhalten.)

(Das heißt: Das hier ist die erste Tonne von mehreren – und die erste Schimpfkanonade von mehreren, die folgen werden – und sie ist nicht aus Zucker. (1))

Aus den Bergen des Südosten Mexikos.

Subcomandante Insurgente Moisés. Subcomandante Insurgente Galeano.

Mexiko, März 2017.

Dem Kommuniqué beigefügt, ist das Video der Tercios Compas; mit dem Lied »Somos sur/ Wir sind Süden«; Text und Musik: Ana Tijoux; begleitet von Shadia Mansour.

 

Anmerkung des_der Übersetzer_in:

(1) im Original: »mentada que no son de menta«; Wort-Spielerei aus: »mentada«: Beleidigung, »mentado«: berühmt; »menta«: Minze.

Original auf Enlace Zapatista

Mitteilung des Nationalen Indígena Kongress

Kommuniqué des Nationalen Indigenen Kongresses vom 9. März 2017

Kommuniqué des Nationalen Indigenen Kongresses

9. März 2017

An die nationale und internationale Sexta
An die freien Kommunikationsmedien
An die Zivilgesellschaft

Compañeros, Compañeras, während sich unsere Völker – jedes auf seine eigene Art und Weise – organisieren, analysieren und kollektive Beschlüsse zur Bildung des Indigenen Regierungsrates fassen, nimmt der Krieg gegen unsere Völker kein Ende, Beraubung und Unterdrückung durch die drei Ebenen der schlechten Regierung gegen unsere Mutter Erde, unsere Voelker und unsere autonomen Organisationen gehen weiter.

Im Bundesland Oaxaca

Wir klagen an und verurteilen voller Empörung die Vorfälle in der Gemeinde San Francisco del Mar, Region Istmo de Tehuantepec, Oaxaca. Es kam zu Gewalttätigkeiten, sogar Feuerwaffen wurden eingesetzt, um das Windenergieprojekt durchzudrücken, welches einen großen Teil der von dieser Comunidad gemeinschaftlich genützten Gründe enteignen würde und was dieses reiche und komplizierte Ökosystem schwer in Mitleidenschaft ziehen würde.

Die Vorfälle ereigneten sich während der Versammlung der Gemeinwohl-Kommission in San Francisco del Mar, die einberufen wurde, um die Bewilligung zur Nutzung von mehr als 15.000 Hektar für Shrimpszucht-Projekte des Pueblo Viejo in der Zone die Bocabarra heißt zu behandeln. Diverse Redner drückten ihre Ablehnung gegen die Vergabe des Bodens aus, bewiesen, dass es sich in Wirklichkeit um Windenergieprojekte handelt, es wurde erwähnt, dass Bocabarra ein lebenswichtiger Ort für Tausende von Fischern ist und wenn das Projekt bewilligt würde, so würde ihnen ihre Einkommensquelle genommen, außerdem, eine so wichtige Entscheidung bedarf der Teilnahme und Entscheidung der gesamten Bevölkerung. Weiterlesen

Solikonzert für die EZLN in Münster

Die Gruppe B.A.S.T.A. und FAU Münsterland veranstalten einen Film- und Konzertabend in Solisarität mit der zapatistische Befreiungsbewegung EZLN in Chiapas, Mexiko.

Wann: Samstag, den 18. März 2017, ab 19 Uhr
Ort: Baracke, Scharnhorstraße 100, Münster

19 Uhr: FilmvorführungAufstand der Würde – die zapatistische Bewegung in Chiapas/Mexiko“ von Zwischenzeit e.V. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, mit den Regisseur*innen zu diskutieren.

20 Uhr: Konzert mir DADDY LONGLEG (Punk/Münster-Berlin) & DØRTEBEKER (Punk/Bremen)

Alle Gewinne gehen an die EZLN.

Quelle: FAU Münsterland