IXCANUL – Film und Gespräch in Berlin

IXCANUL – Träume am Fuß des Vulkans (Film und Gespräch)

Zeit: Donnerstag, 3. November 2016, 19 Uhr
Ort: ACUDkino, Veteranenstraße 21, 10119 Berlin

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María lebt mit ihren Eltern am Fuß eines aktiven Vulkans im Hochland Guatemalas. Die Maya-Familie ist arm, ein kleiner Bauernhof und die Arbeit auf der Kaffeeplantage sind alles, was sie haben. Die 17jährige María soll mit dem Vorarbeiter Ignacio verheiratet werden, sehnt sich aber nach der Welt jenseits des mächtigen Vulkans.
Der Kaffeepflücker Pepe verspricht, sie in die USA mitzunehmen. Doch dann ist sie schwanger und Pepe macht sich aus dem Staub. Zum Glück hat sie die Unterstützung ihrer Mutter, die sich auch mit alten magischen Ritualen der Maya auskennt. María entdeckt ihre eigene Welt und Kultur noch einmal ganz neu.

Im Anschluss findet ein Gespräch mit Referenten von CAREA e.V. über indigene Kulturen und Menschenrechtsarbeit in Guatemala und Mexiko statt. Carea e.V. bereitet freiwillige Menschenrechtsbeobachter*innen vor und entsendet sie nach Guatemala und Mexiko.

ACUDkino: https://acudkino.de/Programm/IXCANUL_-_Traume_am_Fuss_des_Vulkans/6433

 

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Mobilisierungen gegen Gewalt an Frauen

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In mehreren Bundesstaaten Mexikos wird für den 1. November zu Mobilisierungen zum „Día de las muertas, de las asesinadas“ (Tag der toten Frauen, der ermordeten Frauen) aufgerufen. Damit soll auf die Gewalt gegen Frauen und Frauenmorde aufmerksam gemacht werden. Laut des Observatorio Ciudadano Nacional del Feminicidio (OCNF, Nationales Observatorium für Frauenmorde) werden jeden Tag mindestens sieben Frauen in Mexiko ermordet, weil sie Frauen sind.

Quelle: https://desinformemonos.org/catrinas-saldran-protestar-los-feminicidios-mexico/

Kommuniqué EZLN – Weitere Schritte & Treffen ConCiencias für die Menschheit

Kalender der Fortführung des 5. Kongresses des CNI und des Zusammentreffens „Die Zapatistas und die ConCiencias für die Menschheit“.

 

ZAPATISTISCHE ARMEE DER NATIONALEN BEFREIUNG.
MEXIKO.

26. Oktober 2016.

An die eingeladenen Wissenschaftler*innen und Assistierenden des Treffens „Die Zapatistas und die ConCiencias für die Menschheit“:

An die compañeras, compañeros, compañeroas der Sexta National und International:

Schwestern und Brüder:

Empfangt unseren Gruß. Wir schreiben Ihnen um Ihnen folgendes mitzuteilen:

Erstens.- Nach Angaben des Nationalen Indígena Kongress, dass im Moment die Konsultationen der Stadtvierteln, Tribus, Nationen und ursprünglichen Völkern ganz Mexikos stattfinden, entsprechend des Vorschlags, der aus der ersten Etappe des Fünften Kongresses [des CNI] hervorgegangen ist, informieren wir Sie, dass die ständige Versammlung des CNI sich erneut am 29. Dezember 2016, im CIDECI-UNITIERRA in San Cristóbal de Las Casas, Chiapas, einrichten wird. Weiterlesen

Buch EZLN: Das kritische Denken angesichts der kapitalistischen Hydra

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Neuerscheinung im Unrast Verlag:

Das kritische Denken angesichts der kapitalistischen Hydra.
Beiträge von EZLN-Aktivist*innen zu Theorie und Praxis der zapatistischen Bewegung.

In dem vorliegenden Band diskutieren Aktivist*innen aus unterschiedlichen Gremien der Zapatistischen Befreiungsarmee EZLN Theorie und Praxis ihrer emanzipatorischen Rebellion in Chiapas, Mexiko. Aus einer persönlichen Perspektive analysieren die Beiträge kapitalistische Ausbeutung, rassistische Diskriminierung, patriarchale Unterdrückung und Naturzerstörung. Zugleich beschreiben die Aktivist*innen, wie sie ihre undogmatisch-linken Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Rechtsprechung, Produktion, Kooperativen, Agrarökologie, Medien und mexiko-weiter sowie globaler Vernetzung und Organisierung voranbringen. Der Band liefert hoch aktuelle authentische Analysen und Zeugnisse aus erster Hand – es schreiben die Akteur*innen einer der bedeutendsten aktuellen linken Widerstandsbewegungen weltweit.

»Wir hoffen, dass diese Worte Nahrung für den Zweifel werden, für die Frage, für das Hinterfragen. […] Unsere Worte wurden als eine Einheit gedacht und vorbereitet, so als ob jeder Teil ein Teil eines Puzzles wäre, welcher zum Schluss seine Umrisse, seine Absichten, seine Gedanken abgrenzen würde. […] Für diese Sicht brauchen wir Konzepte und keine guten Wünsche; wir brauchen Praxis mit Theorie und Theorie mit Praxis, wir brauchen kritische und nicht wertende Analyse. Um nach außen zu sehen, müssen wir nach innen schauen. Die Ergebnisse dessen, was wir sehen und wie wir es sehen, werden ein wichtiger Teil der Antwort auf die Frage sein: ›Was kommt jetzt?‹«

Pueblo Creyente ´protestiert` gegen Ungerechtigkeit

Mitglieder des Pueblo Creyente (dt. Gläubiges Volk, Zusammenschluss verschiedener indigener Kirchengemeinden in Chiapas) haben am 29. Oktober eine Prozession vor dem Gefängnis Cereso 5, San Cristóbal de Las Casas, abgehalten, um gegen unrechtmäßige Inhaftierungen und Behandlung vor allem indigener Gefangener zu protestieren.

@tachoabejanacho

@tachoabejanacho

Kurz zuvor, am 14. Oktober 2016, wurden Margarita Gómez López und David Hernández Gómez, die unrechtmäßig festgenommen, inhaftiert und misshandelt wurden, frei gelassen. Ihr Prozess weist viele Unregelmäßigkeiten und erhebliche Menschenrechtsverletzungen auf.

Die Aktion des Pueblo Creyente klagt die marode Rechtsstaatlichkeit in Mexiko und die Menschenrechtsverletzungen gegenüber der indigenen Bevölkerung durch staatliche Institutionen an. Auch wird die Freiheit für politische Gefangene gefordert, darunter für Alejandro Diaz Santiz, der seit 17 Jahren inhaftiert ist, und Roberto Paciencia, beide Anhänger der Sexta.

Quelle: http://espoirchiapas.blogspot.de/2016/10/pueblo-creyente-marcha-alrededor-del.html

Vertriebene aus Banavil kehren zurück

In einer Mitteilung haben die vertriebenen Familien die vorübergehende Rückkehr, vom 28. Oktober bis 3. November, in ihre Gemeinde Banavil, Chiapas, erklärt, um dort an ihre Verstorbenen zu erinnern.

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Die Familien wurden im Dezember 2011 aus ihrer Gemeinde im Landkreis Tenejapa von einer Gruppe militanter Anhänger*innen der Partei der Institutionellen Revolution (PRI, aktuelle Regierungspartei) vertrieben. Während des Angriffs wurde eine Person getötet und eine weitere verschwand spurlos. Sechs weitere Personen trugen Verletzungen davon. Zudem wurde einer der Angegriffenen sowie ein Angehöriger einer Unterstützunsgbasis der EZLN inhaftiert.
Seitdem leben die Vertriebenen unter prekären Bedingungen im Exil in San Cristóbal de Las Casas.

Am 1. und 2. November wird der ´Tag der Toten` gefeiert, einer der wichtigsten mexikanischen Feiertage zu Ehren der Verstorben.
In Banavil wurde Antonia beerdigt, die nach der Vertreibung im Alter von 11 Jahren, im Februar 2015, verstarb, sowie ihre Schwestern Petrona und María.

Erklärung auf spanisch: http://chiapasdenuncia.blogspot.de/2016/10/familias-en-desplazamiento-forzado.html